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Ursula Schrage

 

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Glauben teilen

Impulse aus der Gemeinde in schwierigen Zeiten

 

Wie kann unsere Gemeinde sich als Glaubensgemeinschaft fühlen, wenn wir nicht in der Kirche zusammenkommen können?

Wir können uns mit einem Gebet oder Lied oder Gedankenanstoß begleiten. Einfach so. Jeden Sonntag ein neuer Impuls. Und erstmal bis Pfingsten. Dann kriegen wir bestimmt neue Ideen.

 

Dies ist eine Initiative der Aufbruchgruppe.

 


 

Pfingsten in Zeiten von Corona

Wir Menschen sind soziale Wesen. Unsere Gemeinschaft lebt vom Austausch untereinander. Wie schmerzlich sich eine Isolation und Kontaktsperre auswirkt, haben wir alle in diesen Tagen erfahren.

Die ersten Lockerungen der Maßnahmen wecken Hoffnung und Sorge zugleich. Alte Gewohnheiten werden über den Haufen geworfen, neue müssen entstehen. Wie wird sich das auf unsere mitmenschlichen Beziehungen auswirken? Welche Impulse finden sich in der christlichen Botschaft?

Im Evangelium kündigen Naturgewalten das Pfingstereignis an. Ein Brausen und ein heftiger Sturm erheben sich – weder zu überhören noch zu übersehen. Die Kraft des Heiligen Geistes wirkt auf die Menschen und sie können sich auf einmal untereinander verständigen und beginnen einander zu verstehen.


Wie könnte ihre „Verständigungsgemeinschaft“ ausgesehen haben?

Eine Haltung des Anteilnehmens, nicht des Ablehnens?

Eine Haltung des Hinhörens, nicht des Behauptens?

Eine Haltung des Einladens, nicht des Ausgrenzens?

Eine Haltung des Vertrauens, nicht des Misstrauens?

Eine Haltung des Wohlwollens, nicht des Verurteilens?

Eine Haltung des Aufbauens, nicht des Niederreißens?

Eine Haltung des Verzeihens, nicht des Nachtragens?

Eine Haltung der offenen, nicht der verschlossenen Herzen?

 

Auch in Corona Zeiten erbitten wir die Erneuerung des Heiligen Geistes und um die Stärkung unserer Beziehungen untereinander und zu Gott. 

 

Ursula Görres-Glüsenkamp

Taize Gottesdienst in der Liebfrauenkirche / Foto: Beate Cremer

 


 

Meine Hoffnung und meine Freude
Meine Stärke, mein Licht Christus meine Zuversicht
Auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht
Auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht

(Gotteslob Nr 365)  Lied anhören

 

Mein Leitsatz: Gott auf Dich vertraue ich.

 

Taize Gottesdienste im Kerzenlicht - die wunderbaren Gesänge -

Psalmen und Stille.

Da finde ich Ruhe und kann mich besinnen- das macht mich froh

und ich tanke Energie und Lebensmut.

 

Gebet:

In Zeiten der Sorge

um unsere Gesundheit

bist Du unsere Hoffnung.

In Zeiten bedrohlich

klingender Medienberichte

bist Du unsere Zuversicht.

In Zeiten der Corona-Pandemie

bist Du unsere Stärke.

(Auszug Flyer Füreinander im Gebet -Missio)

Amen

 

 

MEDITATION "FÜRCHTET EUCH NICHT" ZU PSALM 34,8 


Engel.
Sie lagern um uns herum.
Sie breiten ihre Flügel aus oder ihre Arme – je nach dem.
Sie schützen nicht vor dem Virus.
Aber vor der Angst.
Das können sie:
Uns die Angst nehmen.
Und die Panik vor dem, was uns beunruhigt.
Engel wiegen uns nicht in falscher Sicherheit.
Aber sie können die verängstigte Seele wiegen.
In ihren Armen oder Flügeln – je nach dem.

Im Moment reicht ein Engel nicht.
Da brauchen wir schon ein paar mehr.
Die Fülle der himmlischen Heerscharen,
wie damals – als Jesus geboren wurde – da waren sie alle da.
Die Engel.
Und sie haben gesagt: Fürchtet euch nicht.

Denn sie fürchteten sich – also die Hirten.
Und wir fürchten uns auch.
Vor dem, was plötzlich kommen könnte.
Oder was schon da ist.
Wir fürchten uns vor der Ungewissheit und vor dem,
was uns den Boden unter den Füßen wegzureißen droht.
Damals haben die Engel eine große Freude verkündet,
die allem Volk widerfahren soll.
Nämlich, dass der Heiland geboren sei.

Das klingt wie von einem anderen Stern.
„Große Freude.“
Aber wieso sollte das nicht auch heute gelten?
Ist Gott etwa nicht da, nur weil das Virus da ist?
Fürchtet euch nicht.
Das will ich auch jetzt hören.
Daran halte ich mich fest.
Mitten in der Angst – Freude.
Mitten in der Angst – ein Lächeln.
Mitten in der Angst – helfende Menschen.
Mitten in der Angst – Solidarität unter uns.
Das gibt es ja alles.
Trotz Corona. Mancherorts auch gerade wegen Corona.
Mitten in der Angst, mitten in der Sorge – die Engel.
Sie schützen nicht vor dem Virus – so ist das halt.
Aber es sind die himmlischen Wesen, die uns Bodenhaftung geben können.

Ich will meine Augen öffnen und die Engel sehen.
Oder hören. Oder spüren.
In mir, hinter mir, neben mir.


Auch in den Menschen, denen ich begegne.
Jetzt halt etwas mehr auf Abstand oder per Telefon.
So geht es auch.
Gottes Engel lagern um uns her und helfen uns heraus.
Das glaube ich gewiss.


[von Pfarrerin Doris Joachim] 

In diesen Corona-Zeiten werden wir überreich versorgt mit Informationen, Zahlen, Fakten und Meinungen rund um das Corona Virus. Vieles ist schnell wieder vergessen und wird unwichtig. Und doch gibt es Augenblicke, wo man über einen Gedanken stolpert, bei dem man hängenbleibt und innehält.

 
Ein solcher Gedanke ist für mich das Lied „Zeit für Menschlichkeit“ von den Höhnern und Freunden. Schon beim ersten Hören habe ich gedacht: 


Ja klar, das ist es:

  • Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst
  • Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
  • Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Das ist es, was die Menschen tun, von denen das Lied handelt. 

Und die „Verpackung“ ist auch noch gut - viel Freude:


Lied auf YouTube anhören

 

Johannes Schrage

 

Hier ist der Liedtext:


Refrain
Wenn die Welt sich scheinbar nicht mehr dreht,
und keiner weiß, wie‘s mit uns weiter geht.
Alle gemeinsam gegen Einsamkeit,
Jetzt ist die Zeit für Menschlichkeit.


1.
Da ist die Ärztin, die keinen aufgeben will,
Der Pfleger steht keine Sekunde still.  
Der Pfarrer spricht und er macht dir Mut
Die Verkäuferin, die jetzt genau das Richtige tut 
Ein Anruf, ein Chat, ein Post macht Mut
Applaus auf dem Balkon tut so gut 


2.
Du belädst den Truck und du fährst die Bahn
Du sorgst für Ordnung und du packst das Regal: 
Du gibst Unterricht und zwar digital 
und spielst mit den Kindern ja das ist genial:
Und alle spüren, es ist jetzt soweit, 
jetzt kommt die Zeit für Menschlichkeit

 

3.
Wir sind uns näher als je zuvor,

wir sind nicht allein und wir singen im Chor
denn eins können wir jetzt zeigen:
Zusammenhalt und der wird bleiben

Gedanken zur Krise

Die Normalität – was ist das schon? – anhalten,

nicht am Gewohnten festhalten,

denn das Virus hält uns im Griff,

hält uns gefangen.

Nach der ersten Lockerung

unbedingt weiter Disziplin halten

um eine erneute Welle fernzuhalten.

Weiterhin gilt: Abstand halten,

Hygieneregeln einhalten,

trotzdem Kontakt halten

und einander Halt geben.

So gemeinsam die Krise durchhalten,

das Dilemma aushalten

und den anderen im Blick halten.

Es hilft jetzt nur vertrauen und Haltung bewahren,

innehalten und am Glauben festhalten,

denn wir dürfen uns gehalten fühlen,

ja, wir werden gehalten

von Gott, in Gott und durch Gott!

 

Ute Tischler

 

 

Corona...
Eindruck eines Tages - Gebet

Gott, da stehe ich und schaue in diese Welt.
In Gedanken an das was da passiert suche ich Halt.
Im Rhythmus des Tages
Im Internet
Im Tun.
Hoffnung und Zuversicht
Angst und Beklemmung,
Wut.
Ich wechsle von einem Gefühl in das andere,
nie bleib ich lange.
Tiefe Sorge begleitet das Geschehen,
tiefe Anteilnahme das Leid.
Schwer wiegt Trauer.
Unsicherheit irrt umher.
Freude über Genesung hat nicht viel Platz.
Und dieses Warten!
Auf die neuen Zahlen
Auf die Infizierten
Auf die Toten.
Gott! Wie sehne ich mich nach der Heilkraft der Medizin.
Viele Menschen arbeiten bis zur Erschöpfung.
Viele helfen, wirken unermüdlich.
Gott, von Herzen menschlich sein,
gemeinsam.
Das ist es.
Und mittendrin bist Du.

 

Ursula Schrage