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Gottesdienste für Kinder

Kinderkirche Familiengottesdienst

Kindertreff am Samstag

jeden Samstag

10:00 bis 12:00 Uhr

im Pfarrheim, Höhestr. 12
51399 Burscheid

Info und Anmeldung bei:

Ursula Holtzmann

tagsüber:
Tel. 02 14 - 3 02 66 32

abends:
Tel. 0 21 74 - 6 10 37

2. Adventsonntag

Da fragten ihn die Leute: Was sollen wir also tun? Er (Johannes) antwortete ihnen: Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso.
Es kamen auch Zöllner zu ihm, um sich taufen zu lassen, und fragten: Meister, was sollen wir tun? Er sagte zu ihnen: Verlangt nicht mehr, als festgesetzt ist. Auch Soldaten fragten ihn: Was sollen denn wir tun? Und er sagte zu ihnen: Misshandelt niemand, erpresst niemand, begnügt euch mit eurem Sold!

 

Das Volk war voll Erwartung, und alle überlegten im Stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen und den Weizen in seine Scheune zu bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.

Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk in seiner Predigt.

Israel zur Zeit Jesu: Vielen Israeliten geht es nicht gut. Es gibt Menschen, die hungern. Es gibt Menschen, die frieren. Es gibt Arme. Es gibt Geschlagene. So kann es nicht weitergehen, sagen die Menschen. Das muss besser werden, Gott muss kommen und uns helfen.


Sie haben von Johannes gehört, der den Menschen von Gott erzählt. Die Menschen gehen zu Johannes und sagen: Du bist ein Gottesmann. Sag uns, was wir tun müssen, damit Gott endlich kommt und hilft.


Johannes sagt: Ihr müsst nichts Besonderes tun. Wer zwei Mäntel hat, kann einen abgeben. Wer zwei Brote hat, kann teilen. Wer andere schlägt, der soll aufhören. Wer anderen Geld abgenommen hat, der soll es ihnen wiedergeben.
Tut, was gerecht ist. Gott schaut in eure Herzen.

 

(Efi Goebel)

Schon seltsam, wenn Johannes der Täufer die Leute ermahnt, hübsch brav und bescheiden zu bleiben, und dann noch auf ein unerbittliches Strafgericht hinweist für diejenigen, die der Spreu statt dem Weizen zuzurechnen sind. Während die Einheitsübersetzung den Schluss etwas unklar wiedergibt mit "ermahnte er das Volk in seiner Predigt", übersetzt Luther genauer mit "ermahnte er das Volk und verkündigte ihm das Heil". Wo war jetzt zwischen Moralin und Drohung das Heil?


Gar nicht. Aus moralisch einwandfreiem Verhalten erwächst kein Heil. Was ist eigentlich das Heil? Für Christen ist es nichts anderes als die Zusicherung Gottes, die Menschen ausnahmslos in seiner unendlichen Liebe zu bergen, aus der sie nichts und niemand herausreißen kann. Das Heil ist die unüberbietbare Gemeinschaft mit Gott. Aus diesem Wissen heraus werden wir Menschen fähig, unserem Gewissen zu folgen anstatt unserer Angst, die uns immer wieder unmenschlich werden lässt. Jegliches moralisches Verhalten - oder wie man früher sagte: die guten Werke - haben also ihre Ursache in dem Bewusstsein, dass gegen die geschenkte Liebe Gottes keine Angst ankommt.


Johannes kommt übrigens einige Verse später ins Gefängnis und stirbt dort bald. Trotzdem sind wir keine "Johannisten", sondern "Christen". Denn erst die Predigt Jesu Christi von Gottes grenzenloser Liebe bewegt uns wirklich. Johannes konnte nur darauf hinweisen. Wir heute wissen, wovon er sprach. Und in zwei Wochen werden wir es feiern.

 

(Dr. Diakon Andreas Bell)