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Gottesdienste für Kinder

Kinderkirche Familiengottesdienst

Kindertreff am Samstag

jeden Samstag

10:00 bis 12:00 Uhr

im Pfarrheim, Höhestr. 12
51399 Burscheid

Info und Anmeldung bei:

Ursula Holtzmann

tagsüber:
Tel. 02 14 - 3 02 66 32

abends:
Tel. 0 21 74 - 6 10 37

32. Sonntag im Jahreskreis

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:
1Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. 2Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. 3Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, 4die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit.
5Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. 6Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!
7Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. 8Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. 9Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht.
10Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen.
11Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach und auf!
12Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.
13Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Wo Gott mir ganz nahe kommt, da ist es wie im Himmel. Aber bin ich dafür vorbereitet, dass Gott bei mir ankommen kann?
Jesus erzählt uns zu dieser Frage eine Geschichte:
„Alle freuen sich. Es soll Hochzeit sein. Aber der Bräutigam ist noch nicht da und es wird schon dunkel. Deshalb gehen ihm 10 junge Frauen entgegen. Jede nimmt eine brennende Öllampe mit.
5 der Frauen sind klug. Sie nehmen vorsichtshalber einen Krug Ersatzöl für ihre Lampen mit; denn vielleicht müssen sie ja lange warten.
Die anderen 5 Frauen denken nicht daran. Dumm sind sie.
Lange warten die Frauen, doch der Bräutigam kommt immer noch nicht.
Müde setzen sie sich hin. Bald schläft eine nach der anderen ein.
Mitten in der Nacht werden sie von lauten Rufen geweckt: „Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!“
Aber ihre Lampen sind fast leer gebrannt. Die fünf klugen Frauen sind dafür vorbereitet. Schnell füllen sie ihre Lampen mit dem Öl aus den Krügen. Sofort brennen sie wieder hell auf. Das wird für den Rückweg reichen.
Die anderen fünf Frauen erschrecken. Jetzt erst erkennen sie, dass das Öl ihrer Lampen nicht ausreicht. Schnell laufen sie los, um neues Öl zu besorgen.
Doch so kommen sie zu spät.
Der Bräutigam ist längst da. Die klugen Frauen haben ihn abgeholt und gemeinsam feiern sie Hochzeit.
Die 5 dummen Frauen bleiben enttäuscht draußen im Dunkeln.“
Als Jesus diese Geschichte erzählt hat, schaut er jeden seiner Freunde an und sagt: „Sei also wachsam, damit Du vorbereitet bist! Denn es gibt Momente in Deinem Leben, da kommt es ganz auf Dich an!“
Kennst Du solche Momente?

 

(Norbert Koch, GR)

Die gewöhnliche, naturbelassene Auslegung dieses Gleichnis geht aus von dem drohenden Weltuntergang, dem Kommen des Richters und den klugen Gläubigen, die sich durch braves Beten und einen Vorrat an guten Werken auf den Gerichtstermin vorbereitet haben.
Die Auslegung des Gleichnisses im Sinne Jesu will den Text nicht anders denn als Gottes Wort verstehen, also als Darlegung der Botschaft von Gottes grenzenloser Liebe zu ausnahmslos jeden Menschen. Wie aber kann man das aus den Zeilen herauslesen?
Mit der Hochzeit und dem Kommen des Bräutigams meint die Bibel immer die Erscheinung Gottes unter den Menschen. Das ist ja für uns heute keine bloße Zukunftserwartung mehr, denn wir haben ja Gott in seinem Wort und in der daran anschließenden Feier der Sakramente immer real unter uns. Mehr kommt nicht mehr. In diesem Gleichnis aber geht es um unsere Aufnahmebereitschaft. Die setzt voraus, dass wir Gottes Wort wirklich hören wollen, weil uns die bloß frommen Worte nicht genügen. Genau das meinen die brennenden Lampen. Sie stehen für das Bedürfnis, sich Gottes unbedingte Liebe immer wieder gerne schenken zu lassen.
Ein glücklich liebender Mensch wird nie sagen: Ich lasse mich übermorgen gerne von meinem Partner lieben. Sondern er wird sagen: Hier und jetzt freue ich mich! So ist auch das Leben des Glaubenden. Sein Öl, also die Bedürftigkeit, in der unüberbietbaren Geborgenheit des himmlischen Vaters zu leben, geht niemals aus. Und nur der Glaubende wird das Kommen des himmlischen Bräutigams immer wieder freudig erwarten und ebenso feiern.


(Diakon Dr. Andreas Bell)