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Gottesdienste für Kinder

Kinderkirche Familiengottesdienst

Kindertreff am Samstag

jeden Samstag

10:00 bis 12:00 Uhr

im Pfarrheim, Höhestr. 12
51399 Burscheid

Info und Anmeldung bei:

Ursula Holtzmann

tagsüber:
Tel. 02 14 - 3 02 66 32

abends:
Tel. 0 21 74 - 6 10 37

2. Sonntag im Jahreskreis

In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren.


Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte - Christus. Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels - Petrus.

Stell Dir vor, da ist jemand, den Du total nett und interessant findest. Was kannst Du tun, um ihn besser kennen zu lernen? Vielleicht folgst Du ihm und beobachtest, was er macht. Du fragst ihn nach seinem Namen oder ob er mit Dir spielen will.

… oder Du machst es, wie die zwei Männer, von denen ich erzählen möchte.
Sie wohnen an einem See in Israel.
Eines Tages sagen sie: „Lasst uns fortgehen.
Wir wollen den Heiland, den Erlöser suchen.
Wir wollen den suchen, der das Leben bringt, den Frieden und die Freude.“
So kommen sie zu Johannes dem Täufer, einem Gottesmann.
Er erzählt ihnen: „Ja, der Heiland, der Erlöser, er wird kommen. Die Zeit ist nahe.“
Und dann kommt Jesus. Johannes erkennt ihn und sagt zu den beiden: „Seht, da ist der, den ihr sucht.“
Neugierig folgen sie Jesus und beobachten ihn.
Das merkt Jesus.
Er schaut sie an und fragt: „Was wollt ihr?“
Sie sagen zu ihm: „Wo wohnst Du?“
Jesus erkennt: Sie wollen mich wirklich kennen lernen. Es interessiert sie, wie und wo ich zu Hause bin.
Mit offenen Armen und offenem Herzen antwortet er: „Kommt und seht!“
Sie gehen mit und sehen … und bleiben.
Ganz erfüllt davon berichten sie ihren Geschwistern und Freunden:
„Wir haben den Messias gefunden. Jetzt wird alles gut!“


(Norbert Koch)


 

 

Zwei wichtige Aussagen verbergen sich im Evangelientext. Die eine ist: Den Glauben haben wir nicht aus uns selbst, sondern er kommt vom Hören. Wir müssen uns die grenzenlose Liebe Gottes aufdecken lassen, denn Ausdenken können wir sie uns nicht. Darum bilden Christen die Kirche: Sie wollen sich der Frohen Botschaft immer wieder vergewissern, sie immer wieder hören, sich immer wieder über die Geborgenheit in Gott von Herzen freuen.
Und die andere Aussage des Evangeliums schließt sich direkt daran an. Sagen und Hören reichen nicht. Wenn ich einem anderen Menschen den Glauben verkündige, dann muss ich ihm zugleich zeigen, was der Glaube für mein Leben bedeutet. Das „Kommt und seht!“ Jesu heißt nichts anderes als: „Lest die Frohe Botschaft an meinem ganzen Leben ab!“ Wer den Glauben verkündet, dass Gott nicht mal so und mal so liebt, sondern immer und ohne Vorbedingung, der muss diese Liebe auch selber ausstrahlen. Das Leben Jesu ist auch dann eine Verkündigung der Frohen Botschaft, wenn Jesus schweigend handelt, liebevoll berührt, verzeiht und aufrichtet.
So sind auch heute viele Glaubensverkündiger unter uns; vielleicht keine gelehrten Theologen, aber Menschen voller Güte. Sie machen deutlich, was es heißt erlöst zu sein: sich Gottes Liebe gerne gefallen zu lassen und sie dann ohne Angst weiterzuschenken. 


(Diakon Dr. Andreas Bell)