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Gottesdienste für Kinder

Kinderkirche Familiengottesdienst

Kindertreff am Samstag

jeden Samstag

10:00 bis 12:00 Uhr

im Pfarrheim, Höhestr. 12
51399 Burscheid

Info und Anmeldung bei:

Ursula Holtzmann

tagsüber:
Tel. 02 14 - 3 02 66 32

abends:
Tel. 0 21 74 - 6 10 37

Pfingsten

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!


Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!


Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.

Heute ist Pfingsten. Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist ist kein Gespenst. Auf lateinisch heißt er „spiritus sanctus“. Das heißt eigentlich „Heiliger Hauch“ oder „Heiliger Atem“. „Sprit“ hört sich so ähnlich an. Damit fahren unsere Autos. Benzin wird auch Sprit genannt.


So ist das auch mit dem Heiligen Geist. Ohne diesen „Heiligen Atem“ können wir gar nicht leben. Deshalb steht auch in der Bibel, dass Gott dem ersten Menschen den Atem einhauchte. Ihr könnt diesen Atem selbst spüren. Wir müssen atmen, um zu leben. Dabei atmen wir eigentlich ganz von selbst. Oder ist es vielleicht doch Gott, der in uns atmet? Es ist jedenfalls ganz schön anstrengend, die Luft anzuhalten!


An Pfingsten haucht Jesus seine Jünger an. Er haucht ihnen neues Leben ein. Und dabei kommt er ihnen ganz schön nahe. Probiert es selbst aus: Um jemanden anzuhauchen oder anzupusten muss man ganz nahe bei ihm stehen. So erzählt uns jeder Atemzug, dass Jesus uns ganz nahe ist. Er bläst seinen Atem in uns hinein. Wenn wir atmen, können wir seinen Heiligen Geist spüren.


(Dr. Werner Kleine, PR)

Im Johannesevangelium geht es mal wieder um Theologie, nicht um Historie. Mit anderen Worten also um Glaubensaussagen und nicht um vordergründig reale Geschehnisse. Real sind sie allerdings schon, denn sie beschreiben, was mit den ersten Gläubigen ganz real geschehen ist. Als Christus während einer Eucharistiefeier unter den Jüngern ist, verleiht er den Heiligen Geist. Was ist damit gemeint?

 

Johannes hebt mit seinem Evangelium auf die Sündenvergebung ab. Die Jünger werden befähigt zur Sündenvergebung. Heißt das, dass sie eine besondere Vollmacht erhalten? Beim Lesen des gesamten Evangeliums wird deutlich, dass ihnen nicht eine rätselhafte Macht, sondern ein besonderer Auftrag verliehen wird. Sündenvergebung heißt, dass Gott den Menschen in seiner grenzenlosen Liebe die Sünden nicht nachträgt und dass er seine Liebe nicht nach dem Verhalten der Menschen bemisst sondern nach seiner eigenen Unendlichkeit in der Liebe.

Die Sünden zu vergeben bedeutet, keine Rache zu nehmen, keine Genugtuung zu fordern, sondern über die Verfehlungen hinweg auf den ganzen Menschen zu sehen. Aber das ist so völlig neu, so unlogisch und fremd. Es spottet aller Klugheit und Vorsicht. Das Evangelium verstößt gegen Vertrautes, wenn es aufdeckt, dass wir Gott gegenüber auf unbedingte und voraussetzungslose Liebe vertrauen dürfen. Aber von alleine fällt uns das niemals auf.


Wenn es die Jünger nicht verkünden, dann tut es niemand. Sie sind in der Pflicht. Oder präzise zu Ende gedacht: Wenn wir, die modernen Jünger Christi, nicht der Welt aufdecken, dass Gottes Liebe sich nicht nach unserem Verhalten bemisst, sondern nach ihm selbst, dem Unbedingten, Unendlichen, dann tut es niemand. Wem wir das Evangelium sagen, der erfährt davon. Sonst keiner.


Es scheint, als warte da jemand auf uns.


(Diakon Dr. Andreas Bell)